Häufigste Fragen

Thema Kindes- und Ehegattenunterhalt


Wann und wie bekomme ich die Alleinerziehendenzulage?

 

Sie haben Anspruch auf die Alleinerziehendenzulage, wenn Sie alleinstehend sind und Anspruch auf Kinderzulagen haben. Als ledige, verwitwete oder geschiedene Frau (Mann) gelten Sie als alleinstehend, wenn Sie nicht mit einer anderen Person zusammenleben (Konkubinat). Als verheirate Person gelten Sie als alleinstehend, wenn ein gerichtliches Verfahren eingeleitet wurde. Das heisst, dass Sie die Alleinerziehendenzulage erst beantragen können, wenn z.B. das Verfahren auf Trennung oder Scheidung gerichtlich eingeleitet ist oder der Antrag auf Festsetzung des Kindesunterhalts gestellt ist.

Der Antrag auf Alleinerziehendenzulage ist jährlich zu stellen und dem Antrag ist eine Bestätigung der Wohnsitzgemeinde über die in Ihrer Haushaltsgemeinschaft lebenden Personen beizulegen.

 

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Wie wird der Kindesunterhalt berechnet? 



Bei der Berechnung des Kindesunterhaltes orientieren sich die Gerichte an der Prozentsatzmethode. Die Höhe des Kindesunterhaltes wird in der Regel nach einem bestimmten Prozentsatz des monatlichen Nettoeinkommens des unterhaltspflichtigen Elternteils berechnet. Je nach Alter des Kindes variiert dieser Prozentsatz von 16% bis 22%. Ferner reduziert sich der definitive Prozentsatz je nach der Anzahl der Unterhaltsberechtigten (Anzahl Kinder, Ehegatte, weitere Unterhaltsberechtigte).


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Wie lange muss Kindesunterhalt bezahlt werden?


Der Unterhaltsanspruch beginnt mit der Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes und besteht bis zur Selbsterhaltungsfähigkeit des Kindes. Diese tritt grundsätzlich mit dem Lehr- oder Studienabschluss ein. Die Zahlungspflicht endet somit nicht automatisch mit dem Erreichen der Volljährigkeit.

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Was tun, wenn der Unterhalt ausbleibt?


Die Eintreibung ausbleibender Unterhaltsbeiträge (Ehegatten- und Kindesunterhalt) kann beim Landgericht beantragt werden. Das gilt für Unterhaltsbeiträge, die in einer Scheidungs- oder Trennungsvereinbarung festgesetzt und gerichtlich genehmigt oder mit gerichtlichem Beschluss zugesprochen wurden. In diesem Falle können der Lohn oder die Vermögenswerte der pflichtigen Person gepfändet und verwertet werden. Wenden Sie sich ans Landgericht.

Falls der Unterhalt nicht eingetrieben werden kann, gibt es die Möglichkeit der Unterhaltsbevorschussung. Der Unterhalt kann auf Antrag hin durch den Staat bevorschusst werden. Dafür gelten eine Reihe von Voraussetzungen, die im Vorfeld abzuklären sind.

 

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