Häufigste Fragen

Thema Schwangerschaft/Mutterschutz

 

Kann mir der Arbeitgeber/die Arbeitgeberin während der Schwangerschaft kündigen?

Nein, während der gesamten Dauer der Schwangerschaft und des Mutterschaftsurlaubs besteht ein Kündigungsschutz.

Welche Leistungen umfasst der Mutterschaftsurlaub?

Der Mutterschaftsurlaub beträgt 20 Wochen, wovon mindestens 16 Wochen nach der Geburt liegen müssen. Während des Mutterschaftsurlaubs haben Sie Anspruch auf 80% des bisher bezogenen AHV-pflichtigen Lohnes.

Was ist, wenn mein Kind krank ist?

Wenn Ihr Kind (oder eine andere Person, die mit Ihnen in Hausgemeinschaft lebt) krank ist und die Pflege nicht anders organisiert werden kann, können Sie pro Erkrankung bis zu drei Tage Pflegeurlaub in Anspruch nehmen. Sie müssen dem Arbeitgeber/der Arbeitgeberin ein ärztliches Zeugnis vorlegen, das die Krankheit/den Unfall Ihres Kindes bestätigt. Der Pflegeurlaub muss vom Arbeitgeber/von der Arbeitgeberin bezahlt werden.
Wichtig: Nehmen Sie den Pflegeurlaub nur im Notfall in Anspruch. Wenn Sie mehrmals die maximalen drei Tage in Anspruch nehmen, könnte dies das Arbeitsverhältnis unnötig belasten.


Darf mir der Arbeitgeber/die Arbeitgeberin nach Beendigung des Mutterschutzes kündigen?

Ja, nach dem Ende des Mutterschutzes tritt die Kündigungsfreiheit des Arbeitgebers wieder in Kraft. Das Arbeitsverhältnis darf unter Einhaltung der Kündigungsfrist jederzeit aufgelöst werden.

Gibt es einen Anspruch auf Elternurlaub?

Ja, Sie haben einen Anspruch auf einen unbezahlten Elternurlaub von vier Monaten, sofern sie mit dem Kind im gemeinsamen Haushalt leben und dieses überwiegend selbst betreuen.

Wie kann ich den Elternurlaub geltend machen?

Der Elternurlaub kann mit der Geburt des Kindes bis zu dessen vollendeten dritten Lebensjahr geltend gemacht werden. Sie müssen Ihrem Arbeitgeber/ Ihrer Arbeitgeberin mindestens drei Monate im Voraus den Beginn und das Ende des Elternurlaubes ankündigen. Um den Elternurlaub einlösen zu können, brauchen Sie jedoch die Zustimmung Ihres Arbeitgebers, denn: In grösseren Betrieben können Arbeitgeber/-innen aus berechtigten betrieblichen Gründen eine Verschiebung des Elternurlaubes verlangen. In Betrieben mit weniger als 30 Arbeitskräften haben Arbeitgeber/-innen in jedem Fall das Recht, den Elternurlaub zu verschieben.
Im Gesetz heisst es, dass beim Bezug des Elternurlaubs in Vollzeit, in Teilzeit, in Teilen oder stundenweise „auf die berechtigten Interessen des Arbeitgebers und des Arbeitnehmers Rücksicht zu nehmen“ ist. Sie müssen also die Inanspruchnahme des Elternurlaubs mit Ihrem Arbeitgeber/ Ihrer Arbeitgeberin aushandeln!
 

 

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