Sexuelle Belästigung

Als sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz gilt jedes Verhalten mit sexuellem Bezug, das von einer Seite unerwünscht ist und eine Person in ihrer Würde verletzt. Die Belästigung kann von MitarbeiterInnen ausgehen oder von der Kundschaft des Unternehmens.

 

Für die Beurteilung, ob es sich um einen harmlosen Flirt, eine sich anbahnende Beziehung unter ArbeitskollegInnen oder um einen Fall von sexueller Belästigung handelt, gibt es eine einfache Regel: Ausschlaggebend ist nicht die Absicht der belästigenden Person, sondern wie ihr Verhalten bei der betroffenen Person ankommt, ob diese es als erwünscht oder unerwünscht empfindet.

 

Bei den Betroffenen bewirkt sexuelle Belästigung Gefühle von Abwertung und Erniedrigung. Oft sehen sie keinen anderen Ausweg als die Kündigung. Sexuelle Belästigung wirkt sich auch negativ auf das Betriebsklima aus, es häufen sich Fehlzeiten und Krankheitsabwesenheiten. 

 

Das seit 1999 in Kraft getretene Gleichstellungsgesetz verbietet die sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ausdrücklich und enthält ein Diskriminierungsverbot. ArbeitgeberInnen sind verpflichtet, ihre Angestellten vor sexuellen Belästigungen zu schützen und dafür zu sorgen, dass es gar nicht soweit kommt.

 

Die liechtensteinische Broschüre Mit mir nicht! informiert über sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz.

infra, Informations- und
Beratungsstelle für Frauen

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