Frauenkonvention und Schattenbericht

Länderberichte

Das Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (Frauenkonvention/CEDAW) wurde 1979 von der UNO verabschiedet, Liechtenstein trat 1995 bei. Die Mitgliedstaaten sind verpflichtet, alle vier Jahre in einem Länderbericht Rechenschaft über die Umsetzung der Frauenkonvention abzulegen. In der Folge gibt der CEDAW-Ausschuss entsprechende Empfehlungen zur Verbesserung der Umsetzung ab. NGO's wie die infra können mitttels eines Schattenberichts zusätzliche Informationen und einen anderen Blickwinkel zu den offiziellen Länderberichten einbringen.

 

Schattenberichte

Das Frauennetz hat 2018 einen Schattenbericht zum 5. Länderbericht verfasst. Dieser kritisiert die Passivität der Regierung, wirksame Massnahmen zur besseren Vertretung von Frauen in politischen Entscheidungsgremien zu ergreifen. Er thematisiert den Stillstand in Gleichstellungsthemen und eine fehlende Gleichstellungsstrategie. Der Staat kommt weder seiner Vorreiterrolle nach, noch hat er ein staatliches oder behördliches Monitoring eingerichtet, welches die Umsetzung von Massnahmen einfordern bzw. die Wirksamkeit dieser Ziele überprüfen könnte. Des Weiteren braucht es Rahmenbedingungen, um die traditionellen Rollenbilder aufzubrechen und die Vereinbarkeit von Familie und Erwerb zu ermöglichen.


 


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